Was bedeutet Berufsunfähigkeit?

Wer eine Berufsunfähigkeitsversicherung abschließt, sollte sich zuvor eine wichtige Frage stellen: Wie wird Berufsunfähigkeit eigentlich definiert? Je nach Gesetzeslage haben Betroffene Anspruch auf eine Rente vom Staat oder nur von der jeweiligen Versicherung. Doch mehr als ein Gesetz beschreibt, wann eine Berufsunfähigkeit vorliegt.

Wie definiert die Versicherung Berufsunfähigkeit?

Erst seit wenigen Jahren ist im Versicherungsvertragsgesetz geregelt, was unter Berufsunfähigkeit zu verstehen ist und so auch, wann genau die Versicherung leistet. Dem Paragraph 172 Absatz 2 zufolge ist eine Person berufsunfähig, wenn sie ihren „zuletzt ausgeübten Beruf, so wie er ohne gesundheitliche Beeinträchtigung ausgestaltet war, infolge Krankheit, Körperverletzung oder mehr als altersentsprechendem Kräfteverfall ganz oder teilweise voraussichtlich auf Dauer nicht mehr ausüben kann.“ Eine gute Berufsunfähigkeitsversicherung leistet bereits, wenn der Versicherte im Gegensatz zu einem gesunden Kollegen nur noch 50 Prozent der Arbeitsleistung erbringen kann. „Auf Dauer“ bezieht sich hierbei in der Regel auf einen Zeitraum von sechs Monaten.

Was versteht das Sozialgesetzbuch unter Berufsunfähigkeit?

Neben der Definition aus Sicht einer Berufsunfähigkeitsversicherung gibt es auch eine Worterklärung, die für die Deutsche Rentenversicherung von Bedeutung ist. Hierbei ist jedoch vielmehr die Erwerbsunfähigkeit gemeint, auch wenn im entsprechenden Absatz des Sozialgesetzbuches (§ 240 Absatz 2 SGB VI) von berufsunfähigen Rentenversicherten die Rede ist:  „Berufsunfähig sind Versicherte, deren Erwerbsfähigkeit wegen Krankheit oder Behinderung im Vergleich [zu] körperlich, geistig und seelisch gesunden Versicherten mit ähnlicher Ausbildung und gleichwertigen Kenntnissen und Fähigkeiten auf weniger als sechs Stunden gesunken ist.“

Die Berufsunfähigkeit wird im Sinne der Erwerbsminderungsrente demnach an die konkrete Dauer der täglichen Arbeitsstunden gemessen. Im Sozialgesetzbuch ist zudem festgehalten, dass die Erwerbsminderung nicht an einen bestimmten Beruf geknüpft ist. Können Betroffenen etwa durch eine Umschulung in einem anderen Job wieder voll arbeiten, erhalten sie keine staatlichen Leistungen. Diese beiden Voraussetzungen erschweren den Zugang zu dieser ohnehin sehr kleinen Rente für Betroffene erheblich.

Zahlt die Versicherung auch bei Dienstunfähigkeit eine Rente?

Für Beamte ist wiederum eine andere Begriffserklärung wichtig. Sie sollten sich freiwillig gegen Dienstunfähigkeit absichern, die im Beamtenstatusgesetz (§26 Absatz 1) wie folgt beschrieben ist:
„Beamtinnen auf Lebenszeit und Beamte auf Lebenszeit sind in den Ruhestand zu versetzen, wenn sie wegen ihres körperlichen Zustands oder aus gesundheitlichen Gründen zur Erfüllung ihrer Dienstpflichten dauernd unfähig (dienstunfähig) sind.“

Für Beamte ist es daher wichtig, eine Berufsunfähigkeitsversicherung mit einer sogenannten Dienstunfähigkeitsklausel abzuschließen. Die Versicherung erkennt mit ihr die Dienst- als Berufsunfähigkeit an und zahlt, sofern alle anderen Voraussetzungen erfüllt sind, eine monatliche Rente aus. Mehr zur Dienstunfähigkeitsversicherung.

Achtung: Abgrenzung zur Arbeitsunfähig

Arbeitsunfähigkeit liegt hingegen vor, wenn Personen aufgrund von Krankheit die zuletzt „ausgeübte Tätigkeit nicht mehr oder nur unter der Gefahr der Verschlimmerung der Erkrankung ausführen“ können, so die Deutschen Rentenversicherung. Dies ist etwa dann der Fall, wenn man mit einer Grippe krank im Bett liegt. Die Arbeit kann als nur vorübergehend, jedoch nicht dauerhaft nicht ausgeübt werden.

Geprüfte Qualität

gepruefte-qualitaet-siegelUnser Angebot wird seit 2004 stetig verbessert.

Zitat

"Eine Berufs­unfähigkeits­versicherung gehört zu den wichtigen Versicherungen, die jeder haben sollte. Sie bewahrt vor dem finanziellen Absturz, wenn jemand [...] nicht mehr in seinem Beruf arbeiten kann."

- Stiftung Warentest -

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