Berufsunfähigkeitsrente richtig beantragen

Mit einer Berufsunfähigkeitsversicherung (BU) wollen Verbraucher vor allem eins: Das gute Gefühl abgesichert zu sein für den Fall, dass sie dauerhaft nicht mehr arbeiten können. Doch immer wieder geraten Versicherer in die Kritik, die Auszahlung der BU-Rente zu blockieren oder die Leistung gänzlich zu verweigern. Allein das Beantragen der Berufsunfähigkeitsrente birgt einige Stolperfallen, die Betroffene mit einigen Tipps allerdings umgehen können.

Jetzt Vergleich anfordern ►

Eine Berufsunfähigkeitsversicherung verspricht Verbrauchern eine finanzielle Absicherung bei Berufsunfähigkeit. Diese ist in Anbetracht der geringen staatlichen Leistungen sogar so wichtig, dass selbst Verbraucherschützer beständig auf den wertvollen Schutz hinweisen. Doch was nützt der Versicherungsabschluss, wenn das Unternehmen im Ernstfall keine Berufsunfähigkeitsrente auszahlt? Um dies zu verhindern, ist es für Versicherte sehr wichtig, die BU-Rente richtig zu beantragen.

Großer Aufwand für die Berufsunfähigkeitsrente

Wer berufsunfähig wird und eine Berufsunfähigkeitsrente beantragt, erhält von seinem Versicherer eine Reihe von Unterlagen, die er auszufüllen hat. Neben einem Fragenkatalog können dies Ausführungen über den beruflichen Tätigkeitsbereich vor und nach Beginn der Berufsunfähigkeit sein. Besonders wichtig sind zudem ärztliche Dokumente. Dabei sollten Betroffene im Vorfeld unbedingt klären, ob der Arzt von einer Berufsunfähigkeit ausgeht. Dann ist die Wahrscheinlichkeit wesentlich höher, dass dies auch die Versicherung so sieht.

Fallstricke beim Beantragen der BU-Rente

BU-Rente beantragenWährend es bei der Tätigkeitsbeschreibung darauf ankommt, möglichst genau und detailliert den Beruf zu beschreiben, sollten Antragsteller auch beim Fragebogen genau überlegen, wie sie ihre Antworten formulieren. So kann eine Frage beispielsweise lauten, ob die Beiträge während der Bearbeitung gestundet werden sollen. Das bedeutet, dass der Versicherte solange keine Beiträge zahlt wie der Antrag auf Berufsunfähigkeitsrente bearbeitet wird. Dies kann eine finanzielle Entlastung bedeuten. Wird die Leistung allerdings verweigert, muss der Kunde die Prämien zurückzahlen, die während der Bearbeitungszeit angefallen sind.

Selbst wenn es Fragen mit Ankreuzmöglichkeiten gibt, ist es ratsam, im Ergänzungsfeld die Antwort noch einmal in persönlichen Worten auszudrücken bzw. die Vorgaben des Versicherers zu konkretisieren. Hier gilt die Regel: So ausführlich wie nötig, jedoch so kurz wie möglich.

Unterschiedliche Gründe für Leistungsverweigerung

Selbst wenn die BU-Rente mit größter Sorgfalt beantragt wird, ist eine Zusage nicht garantiert. Laut dem Bund der Versicherten sind „die Haupthindernisse auf dem Weg zum Erhalt der Berufsunfähigkeitsrente im Leistungsfall“ folgende:

  • Berufsunfähigkeit wird nicht ausreichend nachgewiesen
  • Gesundheitsfragen wurden beim Vertragsabschluss falsch beantwortet
  • Kranke sind überfordert, ihre Ansprüche geltend zu machen bzw. zu verfolgen

Neben den von den Verbraucherschützern genannten Gründen hat die Ratingagentur Franke und Bornberg in einer Stichprobe weitere Ursachen ermittelt:

  • Fragebogen nicht ausgefüllt
  • Antrag zurückgezogen
  • Ablehnung aus medizinischen Gründen
  • Anzeigepflicht nicht nachgekommen (Versicherer dürfen keine Information vorenthalten werden)
  • Erkrankung nicht abgesichert
  • Berufsunfähigkeit kürzer als sechs Monate

Insbesondere falsch beantwortete Gesundheitsfragen stellen eine große Stolperfalle für Personen dar, die ihre Berufsunfähigkeitsrente beantragen wollen. Doch selbst wenn die Fragen gewissenhaft beantwortet wurden, können Versicherer durch zu ausschweifende oder unkonkrete Antworten im Rentenantrag-Fragekatalog Argumente finden, Leistungen zu verweigern. Jedem Versicherten, der die Chance auf Bewilligung der Berufsunfähigkeitsrente erhöhen will, ist daher zu raten, bei der Antragstellung mit einem Experten zusammenzuarbeiten – insbesondere wenn der Grund für die Berufsunfähigkeit psychische Krankheiten sind.

Jetzt Vergleich anfordern ►

Ablehnungsrate bei den Versicherern unterschiedlich hoch

Rund 30 Prozent der Anträge auf eine Berufsunfähigkeitsrente wurden 2012 abgelehnt. Dabei hat die Ratingagentur Morgen & Morgen herausgefunden, dass die sogenannte BU-Leistungsquote von Unternehmen zu Unternehmen schwankt. Während beispielsweise die Debeka und die HDI in rund 85 Prozent der Fälle zahlen, sind es bei der Swiss Life knapp 79 Prozent, der Generali etwa 73 Prozent, CosmosDirekt 66 Prozent und der Basler rund 60 Prozent. Wer daher noch keine Berufsunfähigkeitsversicherung abgeschlossen hat, sollte bei seiner Entscheidung solche Zahlen berücksichtigen.

Geprüfte Qualität

gepruefte-qualitaet-siegelUnser Angebot wird seit 2004 stetig verbessert.

Zitat

"Eine Berufs­unfähigkeits­versicherung gehört zu den wichtigen Versicherungen, die jeder haben sollte. Sie bewahrt vor dem finanziellen Absturz, wenn jemand [...] nicht mehr in seinem Beruf arbeiten kann."

- Stiftung Warentest -

Hilfe ist unterwegs!

Hilfe ist unterwegs

Haben Sie Angst in der Menge von Tarifen und Vertragsklauseln unterzugehen?

Hilfe ist unterwegs!

Hilfe ist unterwegs

Haben Sie Angst in der Menge von Tarifen und Vertragsklauseln unterzugehen?

Geprüfte Qualität

gepruefte-qualitaet-siegelUnser Angebot wird seit 2004 stetig verbessert.

Zitat

"Eine Berufs­unfähigkeits­versicherung gehört zu den wichtigen Versicherungen, die jeder haben sollte. Sie bewahrt vor dem finanziellen Absturz, wenn jemand [...] nicht mehr in seinem Beruf arbeiten kann."

- Stiftung Warentest -