Erwerbsminderungsrente

Die Erwerbsminderungsrente der gesetzlichen Rentenversicherung soll einen finanziellen Grundschutz im Falle einer dauerhaften Arbeitsunfähigkeit bieten. Allerdings haben nicht alle Berufstätigen einen Anspruch auf diese Leistung. Zudem reicht die Erwerbsminderungsrente oftmals nicht aus, um den finanziellen Bedarf zu decken.

Die Erwerbsminderungsrente schützt gesetzlich Rentenversicherte vor den finanziellen Folgen einer dauerhaften Arbeitsunfähigkeit. Allerdings sind die Bedingungen für den Erhalt der Rente sehr hoch. Selbst wenn ein Anspruch besteht, so reichen die Leistungen oftmals nicht aus, um die anfallenden Lebenshaltungskosten damit zu bestreiten. Die staatliche Leistung sollte daher gegebenenfalls mit einer privaten Vorsorge, beispielsweise durch eine Berufsunfähigkeitsversicherung, ergänzt werden.

Voraussetzung für die Erwerbsminderungsrente

Nur wer in der gesetzlichen Rentenversicherung pflichtversichert ist, bzw. freiwillig Beiträge einzahlt, hat Aussicht auf die Erwerbsminderungsrente, wenn eine berufliche Tätigkeit aufgrund von Krankheit, psychischen Problemen bzw. nach einem Unfall nicht mehr möglich ist. Viele Selbständige und Freiberufler sind aber gar nicht Mitglied in der gesetzlichen Rentenversicherung. Sie erhalten daher bei Erwerbsminderung auch keine staatlichen Leistungen.

Ein Anspruch auf Erwerbsminderungsrente besteht zudem nur dann, wenn die Ausübung einer Erwerbstätigkeit generell nicht mehr bzw. nur noch stark eingeschränkt möglich ist. So liegt kein Anspruch vor, wenn es dem Betroffenen noch möglich ist, in einem anderen als dem bisher ausgeübten Beruf zu arbeiten.

Bei der Bewertung der Erwerbsminderung wird zwischen voller und halber Erwerbsminderungsrente unterschieden. Wer nur noch weniger als drei Stunden täglich arbeiten kann, ist voll erwerbsgemindert, bei einer möglichen Tätigkeit von bis zu sechs Stunden pro Tag spricht man von einer halben Erwerbsminderung.

Stolperstein: Wartezeit bei Berufsanfängern

Erwerbsminderungsrente für AuszubildendeNicht alle gesetzlich Rentenversicherten haben Anspruch auf die Erwerbsminderungsrente. Die Rente wird erst dann geleistet, wenn bereits fünf Jahre Beiträge in der Rentenversicherung eingezahlt wurden. Ausnahme bilden hier Auszubildende. Diese sind ab dem ersten Ausbildungstag durch die Versicherung geschützt, wenn die Erwerbsminderung durch einen Arbeits- oder Wegeunfall bzw. durch eine Berufskrankheit verursacht wurde. Nach Abschluss der Ausbildung müssen jedoch für einen erneuten Schutz zuerst die notwendigen Beitragsmonate für die Erfüllung der Wartezeit eingezahlt werden.

Zudem besteht auch für Auszubildende nicht unbedingt ein Schutz, wenn die Erwerbsminderung durch einen Unfall im privaten Umfeld oder eine berufsunabhängige Krankheit verursacht wurde.

Höhe der Erwerbsminderungsrente

Die Höhe der Erwerbsminderungsrente bemisst sich am Grad der Erwerbsminderung (volle bzw. halbe Erwerbsminderung) und dem bisherigen beruflichen Werdegang, also bereits gezahlten Rentenversicherungsbeiträgen und weiteren Beitragszeiten (beispielsweise Kindererziehungszeiten). Bei voller Erwerbsminderungsrente ergibt sich dadurch oftmals eine Rentenhöhe zwischen 30 und 40 Prozent des letzten Bruttoeinkommens; wer noch drei bis sechs Stunden täglich arbeiten kann, erhält nur die Hälfte dieser Leistungen.

Im Übrigen werden die Leistungen bei voller Erwerbsminderungsrente gekürzt, wenn durch die Aufnahme eines Nebenjobs ein Einkommen von mehr als 450 Euro monatlich erzielt wird. Gegebenenfalls wird die Erwerbsminderungsrente gar nicht mehr gezahlt. Anders sieht es mit einer privaten Berufsunfähigkeitsrente aus. Wer Leistungen aus einer Berufsunfähigkeitsversicherung erhält, muss nicht befürchten, dass diese mit der staatlichen Erwerbsminderungsrente verrechnet werden.

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So beantragen Sie die Erwerbsminderungsrente richtig

Der Antrag auf Erwerbsminderungsrente ist bei der Deutschen Rentenversicherung mittlerweile auch bequem online möglich. Dazu ist ein Personalausweis mit elektronischem Identitätsnachweis oder eine Signaturkarte notwendig. Wer die Erwerbsminderungsrente beantragen möchte, aber über keine dieser beiden Ausweismöglichkeiten verfügt, kann bei Abschluss der Antragstellung auch ein sogenanntes Unterschriftenblatt ausdrucken, ausfüllen und an die Rentenversicherung zurücksenden. Selbstverständlich ist es auch möglich die entsprechenden Anträge auszudrucken und der Rentenversicherung auf postalischem Wege zukommen zu lassen.

Nach Antrag auf Erwerbsminderungsrente überprüft die Rentenversicherung, ob die eingereichten medizinischen Unterlagen vom Haus- oder Facharzt ausreichen, um einen Leistungsbedarf festzustellen. Ist dies nicht der Fall, erfolgt in der Regel eine Untersuchung durch einen Gutachter.

Geprüfte Qualität

gepruefte-qualitaet-siegelUnser Angebot wird seit 2004 stetig verbessert.

Zitat

"Eine Berufs­unfähigkeits­versicherung gehört zu den wichtigen Versicherungen, die jeder haben sollte. Sie bewahrt vor dem finanziellen Absturz, wenn jemand [...] nicht mehr in seinem Beruf arbeiten kann."

- Stiftung Warentest -

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