Berufsunfähigkeits­versicherung und ihre Gesundheitsfragen

Da die Beiträge zur Berufsunfähigkeitsversicherung sich auch anhand des allgemeinen Gesundheitszustands des Versicherten richten, verlangen die Versicherungsgesellschaften eine BU-Gesundheitsprüfung, die im Regelfall aus einer Reihe von Fragen besteht, die wahrheitsgemäß beantwortet werden sollten.

Risikokalkulation und Beitragsberechnung

Denn bestimmte Krankheiten erhöhen das spätere Risiko, berufsunfähig zu werden. Wer beispielsweise bereits in jungen Jahren Rückenprobleme hat und einer körperlich anstrengenden Arbeit nachgeht, muss damit rechnen, diese Arbeit aufgrund der Rückenprobleme irgendwann nicht mehr ausüben zu können. Auch psychische Probleme können ein Indiz darauf sein, dass diese sich irgendwann so weit verschlimmern, dass eine Berufstätigkeit nicht mehr möglich ist.

Da Versicherungsgesellschaften grundsätzlich Beiträge aufgrund einer Risikokalkulation berechnen, ist die Gesundheitsprüfung wichtig um die Versicherungsbeiträge realistisch zu bestimmen. Damit wird gewährleistet, dass die Beitragslast der Gesamtheit der Versicherten nicht zu hoch ausfällt. Allerdings können einige Vorerkrankungen auch zu einer Ablehnung durch die Versicherungsgesellschaft führen. Dies geschieht dann, wenn sich durch eine Vorerkrankung das Berufsunfähigkeitsrisiko so weit erhöht, dass dies auch durch Risikozuschläge nicht ausgeglichen werden kann. Also sollte man schnell um eine Berufsunfähigkeitsversicherung kümmern, solange die Gesundheit es noch zulässt.

Berufsunfähigkeitsversicherung ohne Gesundheitscheck

Da die Gesundheitsprüfung eine wichtige Grundlage für die Risikokalkulation ist, werden Berufsunfähigkeitsversicherungen in der Regel nicht ohne sie angeboten. Allerdings gibt es einige Anbieter, die auf detaillierte Gesundheitsfragen verzichten und stattdessen nur wenige Angaben benötigen. Diese richten sich vorrangig an jüngere Versicherte, die meist ohnehin noch keine gesundheitlichen Probleme haben, die relevant für die Berufsunfähigkeitsversicherung sind.

Außerdem sind diese Policen im Vergleich zu Versicherungen, bei denen detaillierte Gesundheitsfragen notwendig sind, unverhältnismäßig teuer. Dennoch hoffen immer wieder Versicherte, auf diese Weise einer Ablehnung oder hohen Risikozuschlägen zu entgehen, wenn Vorerkrankungen vorliegen.

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Gesundheitsfragen im Test

Das Verbrauchermagazin Ökotest hat in der Aprilausgabe 2012 Konditionen und Leistungen von 60 Berufsunfähigkeits-Policen getestet. Besonders wurden dabei die Gesundheitsfragen untersucht. Denn diese führen immer wieder zu Ärger.

Wer Fragen falsch beantwortet, riskiert seinen Versicherungsschutz. Allerdings können die Antworten zu den Fragen auch zu Risikozuschlägen oder eine Ablehnung führen. Tatsächlich führten im Test nur bei einem Viertel der bewerteten Versicherer die Musteranfragen problemlos zum Vertrag. In den anderen Fällen, bei denen nur leichte gesundheitliche Probleme angeführt wurden, führten die Anfragen zu Rückstellungen, Ablehnungen oder Einschränkungen im Versicherungsschutz. Es ist nicht unüblich, den Berufsunfähigkeitsschutz einzuschränken. So können bestimmte Krankheitsbilder von vornherein ausgeschlossen werden. Nicht selten ist dies für Menschen mit Vorerkrankungen der einzige Weg sich versichern zu lassen.

Wer befürchtet aufgrund einer Vorerkrankung abgelehnt zu werden, sollte den Weg der anonymen Anfrage gehen. Ein Versicherungsmakler hat die Möglichkeit mit Ihren Angaben bei verschiedenen Versicherungsgesellschaften anzufragen, ob und unter welchen Bedingungen eine Berufsunfähigkeitsversicherung möglich ist. Der Vorteil: Kommt es zu einer Ablehnung, werden Sie nicht bei anderen Gesellschaften gesperrt. Hinzu kommt, dass die einzelnen Versicherer unterschiedliche Kriterien bei der Risikobewertung anlegen. So ist es möglich, dass der eine Versicherer einen Antragsteller aufgrund einer bestimmten Erkrankung automatisch ablehnt, während eine andere Gesellschaft hier nur einen Risikozuschlag erhebt.

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Ökotest hebt zudem hervor, dass Vorerkrankungen nicht das einzige Risikomerkmal für die Versicherer sind. Auch bestimmte Berufsgruppen gelten nicht als versicherbar. Besonders Künstler und Kunstschaffende werden von den meisten Gesellschaften abgelehnt. Als Beispiel nennt die Ökotest hier einen Orchestermusiker ohne Vorerkrankungen, der in der Musteranfrage von beinahe allen Gesellschaften abgelehnt wurde, bzw. nur eingeschränkt versichert werden würde. Hier geht es zur Startseite mit einer Übersicht aller Berufsunfähigkeitsversicherung Tests.

Geprüfte Qualität

gepruefte-qualitaet-siegelUnser Angebot wird seit 2004 stetig verbessert.

Zitat

"Eine Berufs­unfähigkeits­versicherung gehört zu den wichtigen Versicherungen, die jeder haben sollte. Sie bewahrt vor dem finanziellen Absturz, wenn jemand [...] nicht mehr in seinem Beruf arbeiten kann."

- Stiftung Warentest -

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