Die Unfallversicherung

Eine private Unfallversicherung springt für die finanziellen Langzeitfolgen eines schweren Unfalls ein. Ein solcher kann Behinderungen und in der weiteren Konsequenz auch die Berufsunfähigkeit nach sich ziehen.

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Ist dem Verbraucher der Abschluss einer Berufsunfähigkeitsversicherung verwehrt, sollte er die private Unfallversicherung als Alternative in Erwägung ziehen. Sie leistet auch bei Unfällen in der Freizeit, die einen Anteil von rund 70 Prozent aller Unfälle ausmachen, jedoch nicht durch den Gesetzgeber abgedeckt sind.

Für wen lohnt sich eine Unfallversicherung?

Die gesetzliche Unfallversicherung leistet in der Regel nur bei Unfällen im Zusammenhang mit dem Besuch von Erziehungs- und Bildungseinrichtungen oder dem Arbeitsplatz. Dazu zählen auch Hin- und Rückweg sowie von den Einrichtungen organisierte Veranstaltungen. Freizeitaktivitäten sind hingegen nicht staatlich versichert.

Grundsätzlich sollten sich Personen mit erhöhtem Unfallrisiko in der Freizeit sowie solche, die keinen Anspruch auf staatliche Leistungen haben, privat versichern. Ein erhöhtes Unfallrisiko liegt beispielsweise bei Motorradfahrern, Zweiradsportlern, Wintersportlern und Extremsportlern vor. Kinder sind frühestens ab dem Besuch einer Betreuungseinrichtung oder Schule durch den Staat versichert. Da sie zudem durch das Spielen in der Freizeit ein erhöhtes Unfallrisiko haben, profitieren sie besonders in den ersten Lebensjahren von einer privaten Unfallversicherung.

Auch Hausfrauen und Rentner besitzen ein vergleichsweise hohes Risiko, denn die meisten Unfälle ereignen sich zu Hause (32 Prozent) oder an anderen Orten der Freizeit (36 Prozent). Ältere Menschen sind zudem bedingt durch motorische Einschränkungen anfälliger für Unfälle. Beide Risikogruppen sind aufgrund der fehlenden Berufstätigkeit nicht gesetzlich versichert. Bis auf wenige Berufsgruppen können auch Selbstständige nicht mit staatlicher Hilfe nach einem Unfall rechnen. Arbeitslose bzw. Arbeitssuchende sind nur dann gesetzlich versichert, wenn sie bei der Bundesagentur für Arbeit gemeldet sind.

Eine private Unfallversicherung empfiehlt sich auch für Personen, die angesichts einer Ablehnung oder zu hoher Risikozuschläge keine Berufsunfähigkeitsversicherung abschließen können. Zu beachten ist allerdings, dass statistisch gesehen nur zehn Prozent aller Fälle von Berufsunfähigkeit auf Unfälle zurückzuführen sind.

Welche Beitragskosten sind zu erwarten?

Je nach Anbieter und Leistungen unterscheiden sich die Beiträge stark voneinander, sind jedoch insgesamt deutlich niedriger als für die Berufsunfähigkeitsversicherung. Der konkrete monatliche Beitrag ist unter anderem abhängig von der gewünschten Höhe der Grundinvaliditätssumme, dem Beruf des Versicherungsnehmers sowie von gewählten Zusatzleistungen. Haben die Vertragspartner darüber hinaus eine sogenannte Progression vereinbart, wird eine höhere Beitragszahlung fällig.

Welche Leistungen bietet eine Unfallversicherung?

Die Kapitalleistung einer privaten Unfallversicherung besteht meist in der monatlichen Auszahlung einer Unfallrente oder in der einmaligen Auszahlung eines prozentualen Anteils der vereinbarten Grundinvaliditätssumme. Dieser Anteil orientiert sich am Invaliditätsgrad, den man der sogenannten Gliedertaxe entnehmen kann. Hier wird tabellarisch aufgeführt, welche Funktionseinschränkung oder welcher Verlust eines Körperteils welchem Invaliditätsgrad entspricht. Liegt eine besonders schwere Behinderung als Folge eines Unfalls vor, so steht dem Versicherten die Vollinvaliditätssumme zu. Von der Höhe der Progression hängt ab, um wieviel Prozent sich die Grundinvaliditätssumme zur Vollinvaliditätssumme vervielfacht. Die entsprechende Formel lautet Grundinvaliditätssumme x Progressionssatz = Vollinvaliditätssumme.

Beispiel: 100.000 € x 300 % = 300.000 €

Neben der einmaligen Kapitalleistung umfassen die Tarife oft auch Bergungskosten, Krankentransport, Rücktransport und Überführung im Todesfall. Weiterhin können Optionen wie Genesungsgeld oder Krankenhaustagegeld gewählt werden. Eine lebenslange Unfallrente, wird meist erst ab einem Invaliditätsgrad von 50 Prozent gewährt.

Was gilt als Versicherungsfall?

Als Versicherungsfall wird nicht der Unfall selbst, sondern der daraus resultierende, unfreiwillig erlittene Schaden verstanden. Für alle Versicherungsnehmer gilt, dass der Versicherungsfall unabhängig von Zeitpunkt, Situation und Ort des Unfalls anerkannt wird. So besteht der Versicherungsschutz auch im Ausland fort. In der Regel wird der Unfall als Einwirkung eines Ereignisses von außen definiert. Oft sind jedoch auch körperliche Schäden durch eigenständige Fehlbewegungen oder Kraftaufwand mitversichert.

Weitere mögliche Versicherungsfälle sind die Folgen von Vergiftungen und Infektionen. Je nach Anbieter werden sogar kosmetische Operationen bis zu einer bestimmten Summe versichert. Leistungen bei Unfällen in Zusammenhang mit dem Konsum von Betäubungsmitteln sind eher die Ausnahme.

Welche Besonderheiten oder Bedingungen sind zu beachten?

Personen mit Pflegebedürftigkeit oder Vorerkrankungen müssen gegebenenfalls mit einer Antragsablehnung oder erhöhten Beitragszahlungen rechnen.

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Worin unterscheiden sich Unfallversicherung und Berufsunfähigkeitsversicherung?

Die Angst vor Unfällen ist groß, die Wahrscheinlichkeit, durch einen solchen berufsunfähig zu werden ist vergleichsweise gering. Wer keiner Risikogruppe angehört, ist daher mit einer Berufsunfähigkeitspolice gut beraten. Die wichtigsten Unterschiede zwischen beiden Versicherungen lassen sich der Tabelle entnehmen.

Unfall­versicherungBerufsunfähig­keits­versicherung
einmalige Auszahlung der vollen Versicherungssumme und/oder monatliche Auszahlung einer Unfallrentemonatliche Auszahlung der Berufsunfähigkeitsrente
leistet bei gesundheitlichen Folgen bedingt durch Unfälleleistet bei Berufsunfähigkeit aus diversen Ursachen
Auszahlung ab einprozentiger Invalidität, jedoch lediglich anteilsmäßigAuszahlung oft erst ab 50-prozentiger Berufsunfähigkeit, dann aber voll
Ablehnung aufgrund von Vorerkrankungen unwahrscheinlichAblehnung oder Risikozuschläge bei Vorerkrankungen üblich

Geprüfte Qualität

gepruefte-qualitaet-siegelUnser Angebot wird seit 2004 stetig verbessert.

Zitat

"Eine Berufs­unfähigkeits­versicherung gehört zu den wichtigen Versicherungen, die jeder haben sollte. Sie bewahrt vor dem finanziellen Absturz, wenn jemand [...] nicht mehr in seinem Beruf arbeiten kann."

- Stiftung Warentest -

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